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Eingewachsene Zehennägel vermeiden und behandeln

Eingewachsene Zehennägel vermeiden und behandeln

Jeder Schritt bereitet Schmerzen und alle Schuhe scheinen zu eng geworden zu sein: Eingewachsene Zehennägel können zur Tortur werden. Häufig stecken keine Krankheiten hinter dieser Plage, sondern die Symptome entstehen durch Vererbung oder die Zehennägel wurden zuvor falsch geschnitten. Manchmal führte ein Unfall zum Fehlwachstum oder du hast zu enge Schuhe oder solche mit zu hohen Absätzen getragen. Besonders häufig treten eingewachsene Zehennägel bei Menschen mit schwacher Blutzirkulation auf, wobei hier gerade Diabetiker zu nennen sind. Das Problem dabei ist, dass in den Zehen bündelweise Nerven zusammenlaufen, genau wie in den Fingerspitzen, was das Schmerzgefühl verstärkt.

1. Diese Symptome erfordern die Behandlung durch den Arzt

Um es vorweg zu nehmen: Generell kann die Nagelpflege selbst durchgeführt werden, auch wenn eingewachsene Zehennägel vorhanden sind. Die Selbsthilfe gegen die Beschwerden muss mit Vorsicht, erprobten Hausmitteln und in Ruhe erfolgen, damit sich der Zustand bessert, nicht verschlimmert. Allerdings solltest du deine Füsse nicht selbst behandeln, wenn folgende Symptome vorliegen:

  • Nässende Nagelbetten
  • Die Zehen riechen unangenehm faulig
  • Die Zehen sind blau oder schwarz verfärbt
  • Das Nagelbett ist geschwollen, gerötet und eventuell auch vereitert

2. Wann eine Operation zur Nagelentfernung sinnvoll ist

In einigen Fällen ist der Nagel ins Fleisch eingedrungen, weil sich zuvor ein Unfall ereignet hat. Fällt beispielsweise ein schwerer Gegenstand auf einen Zehnnagel, bildet sich darunter oft ein Bluterguss. Dieser kann manchmal nicht ablaufen, weshalb sich der Zeh dunkelblau oder schwarz verfärbt. Um eine Gangrän, also das Absterben von Haut und Gewebe zu verhindern, ist eine Nagelentfernung per Operation mit lokaler Betäubung sinnvoll. Diese Therapie ist zudem das Mittel der Wahl, wenn der Nagel bereits tief ins Gewebe eingedrungen ist und eine Entzündung verursacht hat. Dasselbe gilt, wenn eingewachsene Zehennägel erbbedingt trotz Korrekturen immer wieder ins Fleisch eindringen.

Der Nachteil dieser Behandlung ist, dass die Oberfläche des Zehs eine grosse und schmerzende Wunde bildet. Zudem neigt der später nachwachsende neue Zehennagel dazu, mit der Zeit immer dicker zu werden. Teilweise werden diese Nägel so stark, dass sie einen deutlich wahrnehmbaren und unangenehmen Druck ausüben. Obendrein entspricht das Aussehen nicht unbedingt dem eines schönen Nagels. Solche Zehennägel müssen regelmässig fachkundig abgeschliffen und eventuell poliert werden, damit sie wie die anderen Zehennägel aussehen. Alternativ kann im Rahmen einer Matrixektomie nur der problematische Nagelteil entfernt werden. Anschliessend wird Phenol angewendet, um die nagelbildenden Zellen abzutöten. Diese Behandlung ist eine dauerhaftere Lösung für wiederkehrende eingewachsene Zehennägel.

3. Tipps für Hausmittel und Werkzeuge zur Behandlung eingewachsener Zehennägel

Willst du eingewachsene Zehennägel selbst behandeln, solltest du eine Reihe von Mittel und Werkzeugen bereithalten.

  • Bittersalz
  • Chlor als Pulver oder Granulat
  • Antibakterielle Salbe oder Creme
  • Wunddesinfektionsmittel als Lösung wie Betaisodona
  • Eine Flasche 70-prozentigen Ethylalkohol.
  • Eine qualitativ hochwertige Nagelzange
  • Nagelknipser
  • Schere für die Nagelhaut
  • Schaber, um Schmutz aus der Nagelfalz und dem Nagelrand zu entfernen
  • Verbandmaterial

4. Verhornte Haut, Nagelhaut und eingewachsene Zehennägel baden

  • Mische dir ein Fussbad an, bei dem das Wasser möglichst warm sein sollte.
  • Füge Bittersalz hinzu, denn dieses macht die Nägel geschmeidig.
  • Sind die eingewachsenen Zehennägel bereits tiefer in das Fleisch eingedrungen, gebe auch ein Wunddesinfektionsmittel wie beispielsweise Betaisadona hinzu.
  • Leidest du zudem unter starker Hornhautbildung, kannst du ein klein wenig Chlor als Pulver in das Fussbad einrühren. Dadurch wird selbst stark verhärtete Hornhaut weich und lässt sich gut abschaben.
  • Die Füsse sollten mindestens 30 Minuten gebadet werden, besser eine Stunde.

5. Eingewachsene Zehennägel von der Haut trennen

Um eingewachsene Zehennägel davon abzuhalten, tiefer in das Fleisch einzudringen, muss der Nagel leicht angehoben werden. Ist der Zeh oder das Nagelbett nicht entzündet und der Schmerz erträglich, kannst du das selbst machen. Hebe den Zehennagel etwas an und schiebe eine dünne Lage Verbandmull oder Zahnseide darunter. Damit hilfst du deinem Nagel, über die Nagelfalz und den Nagelrand hinauszuwachsen. Leidest du unter eingewachsenen Zehennägeln aufgrund von Vererbung, kann es sein, dass die Nägel in der Länge und in der Breite wachsen. Dann ist der Besuch beim Facharzt oder Podologen erforderlich. Mit kleinen Schienen versucht er, dem Zehennagel eine neue Wachstumsrichtung aufzuzwingen, was allerdings nicht immer von Erfolg gekrönt ist.

6. Eingewachsene Zehennägel richtig schneiden

Die beste Vorbeugung gegen eingewachsene Zehennägel ist die richtige Nagelpflege. Dazu gehört, dass die Nägel am Rand nicht oder nur minimal zu kürzen sind. Ein gerader Schnitt sorgt für ein ausgerichtetes Vorwärtswachstum. Die Nagelfalz sollte immer sauber gehalten werden. Wichtig ist zudem, dass du die Nagelhaut zurückschneidest. Wenn du täglich mit einer Nagelfeile die Mitte des Zehennagels nachschleifst, versucht dieser den Verlust auszugleichen. Dann wächst der Nagel im zentralen Bereich, aber nur wenig an den Nagelrändern, sodass ein Einwachsen der Zehennägel vermieden wird.

7. Eine gute Nagelpflege und die richtigen Schuhe sind die beste Vorbeugung gegen eingewachsene Zehennägel

  • Warte nicht, bis deine Zehennägel wieder eingewachsen sind. Schneide sie rechtzeitig.
  • Achte auf eine gute Nagelpflege und geniesse regelmässige Fussbäder, wozu dir sehr gute Hausmittel zur Auswahl stehen.
  • Wichtig sind zudem passende Socken und Schuhe. Diese dürfen nicht zu eng sein. Du solltest deine Zehen noch leicht bewegen können.

Weitere Informationen zu eingewachsenen Zehennägeln und deren Behandlung erhält du bei deinem Arzt oder deiner Krankenkasse.

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